Rosenmontag

Selbst Graupelschauer konnten Jecke nicht vertreiben!

Rosenmontagszug in Loor, der Höhepunkt der Session!

Mit aller Kraft stemmten sich die Löörer Jecken gegen den böigen Wind, ließen sich aber nicht von der Aufstellung am Markt vertreiben. Der Zug stand abmarschbereit, da legte das Wetter nochmals mit Regen und Graupelschauer nach. Doch die Löörer blieben standhaft und wurden belohnt. Pünktlich zum Abmarsch hörte der Regen auf, später zeigte sich sogar die Sonne und erstrahlte über dem Zugweg. Auch die Zuschauer ließen sich nicht vertreiben, die Stimmung entlang des Weges durch Loor war wie immer fantastisch und steigerte sich mit dem Wetter. Die Löörer Jecken bedankten sich entsprechend der Fürbitte, die Prinz Holger II. in der Mundartmesse tags zuvor geäußert hatte: „Herr vertreibe den Satan der Fastelovendsjecke, Regen an Rosenmontag, als Dank dafür versprechen wir reichlich Kamelle zu werfen“! So regnete es denn auch während des Zuges nicht mehr Regentropfen vom Himmel, sondern Kamelle und andere süßen Präsente aus den Fußgruppen und von den Großwagen auf die unentwegt rufenden und lautstark fordernden Zuschauer.

In der Sonne kam dann auch der Prinzenwagen so richtig zur Geltung: die aus 25 000 Papierrosen überdimensional nachempfundene Prinzenmütze, in der das Dreigestirn mit Prinz Holger II., Bauer Jan und Jungfrau Jenny thronte. Mit berechtigtem Stolz schauten sie auch auf ihr Gefolge, das erstmals fast in voller Stärke von 85 Personen vor ihnen herzog. Nomen est Omen, es war wirklich unübersehbar „Ne Hoofe volle Lööre“. Leider mussten noch einige krankheitsbedingt auf dieses herrliche Großereignis verzichten. Am Ende waren die Meinungen unter den Mitgliedern des Karnevalsclubs einhellig: trotz oder gerade wegen der Unsicherheiten um das Wetter, war dieser Rosenmontagszug der Höhepunkt einer an Highlights wahrlich reichen Session 2019.